Bevor du ausflippst – stell’ dir diese 3 Fragen!

by | Jul 4, 2023 | Alltag, Gelassenheit, Stressbewältigung

Kennst du das? Irgendetwas passiert (zum Beispiel kippt die Müsli-Packung aus) und wir könnten an die Decke gehen. Am liebsten würden wir schreien, heulen, schimpfen, etwas kaputt schmeißen. Tun wir natürlich nicht. Außer manchmal. Aber fühlen wir uns danach wohler? Meistens nicht. Noch schlimmer: Unser schlechtes Gewissen setzt ein, dass wir uns nicht besser im Griff hatten.

Ein kleiner Trost: Es ist ganz normal, dass wir übertreiben reagieren, wenn wir gerade eh unter Stress und Druck stehen. Ich habe selbst mal einen Kochtopf aus dem Fenster geschmissen. Der Grund dafür? Keine Ahnung, es muss wohl irgendeine Kleinigkeit gewesen sein. Aber in dem Moment war es eben eine Kleinigkeit zu viel.

Oft steckt hinter so einem Ausraster noch viel mehr.

Zum Beispiel, dass wir uns zur Putze für alle degradiert fühlen, weil unser Mann seinen Kaffeebecher nicht weggeräumt hat. Oder wir lange keine Anerkennung mehr gespürt haben. Nicht genug geschlafen haben. Zu viel auf dem Zettel steht …

Fakt ist: Bei Stress geraten wir in einen Flight-or-Flight-Modus, unser Körper macht sich also bereit zu fliehen oder anzugreifen. Da wir nicht vor unserem Kleinkind wegrennen, bleibt nur noch Angriff, zumindest biologisch gesehen. Jetzt weißt du also, dass dein Überlebens-Instinkt einen großen Teil der Schuld an deinem Ausrasten trägt. Das hilft schon mal gegen das schlechte Gewissen. Deinen eigenen Stress zu reduzieren, ist also ein wichtiger Schritt, wenn du liebevoller und gelassener mit deinen Kindern oder deinem Mann bleiben möchtest. Und mit dir selbst!

Bevor du das nächste Mal ausrastest, wenn dir das Müsli auskippt, stell dir folgende Fragen:

1. Ist jemand in Gefahr?
Haben die ausgekippten Müsli-Körner jemanden ernsthaft verletzt?

2. Ist ein großer finanzieller Schaden entstanden?

Hat das Müsli mehr als 200 Euro gekostet oder die Fliesen so zerschmettert, dass der Fußboden neu gemacht werden muss?

3. Wird es dich noch in einem Jahr belasten?

Stehen dir jetzt 365 Tage bevor, an denen Müsli unter deinen Socken klebt? Wirst du nächstes Jahr noch daran denken – an den Tag, an dem das Müsli umkippte?

Wenn du diese Fragen mit “Nein” beantworten kannst, ist dir wahrscheinlich jetzt schon selbst aufgefallen, dass es sich nicht lohnt, sich darüber aufzuregen. Du kannst das Müsli beliebig mit allem möglichen ersetzen: Saft, ausgelaufene Windel, Gemecker, kindliche Wutanfälle, etc. Und das Schöne: Wenn du dir diese Fragen stellst und dir dabei die schlimmstmögliche Müsli-Apokalypse ausmalst, kann es gut sein, dass du schon wieder darüber lachen kannst. Und Lachen ist auch ein wunderbarer Stresskiller.

Ich wünsche dir starke Nerven!
Deine Nadine

 

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